Tagespraktikum bei der Tafel Rheinberg

Am Dienstag, den 06.03.2018, habe ich ein Tagespraktikum bei der Tafel in Rheinberg absolviert. Im Laufe des Tages durfte ich mehrere Tätigkeiten ausführen. Insbesondere die Sortierung der Lebensmittel zeigte mir, wie viele Produkte ohne die Abnahme durch die Tafeln in Deutschland vernichtet würden. Bei der Sortierung geht es darum, die noch genießbaren Waren von den verdorbenen oder ungenießbaren Lebensmitteln zu trennen. Ferner durfte ich bei der logistischen Lagerung behilflich sein. Hierbei habe ich geholfen, den Kühlraum zu bestücken und Waren zur Ausgabe in den Ausgaberaum zu transportieren und dort aufzureihen. Dabei habe ich schnell gemerkt, welche körperlichen Anstrengungen diese Arbeit fordert. Ein weiteres Tätigkeitsfeld war die Verteilung der Waren an die Kunden der Tafel. Es war auf der einen Seite erschreckend zu sehen, dass einer der reichsten Staaten der Welt Menschen in Armut leben lässt. Auf der anderen Seite spenden die Tafeln Hoffnung. Die Zivilgesellschaft zeigt an diesen Orten ihre Solidarität und ermutigt auch andere, ihrem Beispiel zu folgen.

 

Ich habe einen großen Respekt vor der Leistung der Tafeln in Deutschland. Jeder Mensch sollte sein eigenes Leben und seine Taten überdenken und lernen, dass z.B. durch Schicksalsschläge die Armut jeden Menschen treffen kann. Die Tafeln helfen nicht nur, sondern geben diesen Menschen auch ein Stück Würde zurück. Ich sehe die Aufgabe der Politik darin, die Arbeit der Tafeln zu erleichtern und langfristig Tafeln überflüssig zu machen.

An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an die Tafel Rheinberg für einen beeindruckenden Tag und drücke meine tiefsten Respekt für die Leistung aus.

 

- Niklas Blaas