Das Trumpeltier und seine Leiden

Ein Kommentar von Niklas Blaas

Vor ein paar Tagen war es leider wieder so weit: Ein weiterer von mittlerweile zahlreichen, versuchten Terroranschlägen in der westlichen Welt hat sich in New York ereignet. Der mutmaßliche Täter soll aus Bangladesch stammen. Donald Trump, der bekannt für seine Leidenschaft gegen Ausländer ist, möchte nun die Einwanderungsgesetze weiter verschärfen. Der Familiennachzug soll nach dem Willen des Präsidenten überdacht werden. Dieses Verhalten zeigt einmal mehr die Naivität und den mangelnden Intellekt einer der einflussreichsten Politiker der Welt.

 

Die Einwanderungsgesetze verhindern keinen einzigen Anschlag und werden es auch niemals.

Betrachtet man die Grenzen der Vereinigten Staaten zu Kanada und Mexiko, so sind viele Lücken erkennbar.

Zwischen den USA und Kanada gibt es viele Waldgebiete und Seen. Wenn eine Person einen stundenlangen Marsch in Kauf nimmt, überquert diese Person (wahrscheinlich ohne es zu bemerken) unweigerlich die Grenze. Sicherlich das geringste Hindernis für Menschen mit Anschlagsplänen. Die Grenze zu Mexiko ist ebenfalls durch eine bergige Wüste nicht durchgängig zu schließen. Jeder Versuch, ein so großes Land mit zahllosen Kilometern Grenze und mehreren kleineren Inseln abzuschotten, ist unmöglich. Daran werden auch Trumps Pläne nichts ändern. Vielmehr sollte der Präsident seine Denkversuche auf die Waffenexporte in unsichere Regionen der Welt richten. Die gewaltintensiven Konflikte bereiten den Boden für Hass und radikale Gedanken.

 

Donald Trump verschließt die Augen vor der Realität und setzt weiterhin auf populistische Maßnahmen und eine Spaltung der Gesellschaft. Die Bilanz nach bald einem Jahr im Amt ist desaströs und amtsbeschädigend!

 

- Niklas Blaas